Otto-Konzern baut Öko-Fabrik in Bangladesch

Der Hamburger Konzern Otto will in Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, eine Fabrik bauen, die ökologische und soziale Standards garantiert. Die Organisation „Transfair“ äußert sich, dass dies auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung ist, aber noch lange nicht genug. Beim Versandhaus Otto kostet bspw. ein weißes T-Shirt 2,99 Euro. Diese Verkaufspreise kann sich Otto nur leisten, da er viele seiner Textilien in Asien herstellen lässt, wo die Arbeiter günstig sind. Denn ein Arbeiter in einer Textilfabrik in Bangladesch verdient nur etwa 20 – 60 Euro pro Monat. Dieses Lohnniveau soll auch beibehalten werden, doch bei den sozialen und ökologischen Standards soll sich zukünftig einiges ändern.
Der Konzern Otto plant in Dhaka eine Vorzeigefabrik mit 500-700 Beschäftigten zu bauen, die entsprechend hohe soziale und ökologische Stanards gewährleistet. Auch derzeit prüft Otto stets, ob seine Lieferanten die sozialen Mindeststandards einhalten. So ist bspw. Kinderarbeit absolut tabu. Unterstützung für dieses Projekt holt sich der Konzern dabei von dem Friedensnobelpreisträger Muhammed Yunus. Dieser hat in Bangladesch auch die Grameen Bank gegründet, die Mikrokredite an Arme vergibt. Doch aus seinen Erfahrungen berichtet Yunus: „Arme Menschen bitten nicht um Wohltätigkeit, sie wollen arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.“ Die Organisation „Transfair“, die sich für gerechten Handel einsetzt, lobt dieses Projekt mit der Begründung, dass es gerade in der Textilbranche wichtig ist, dass sich Unternehmen engagieren. Denn in diesem Bereich gibt es laut Transfair-Sprecherin Claudia Brück die meisten Verstöße gegen Arbeitsnormen. Allerdings stehen die Preise, die T-Shirts in Deutschland zum Teil kosten, manchmal im Widerspruch zu den Projekten. Vor allem, weil es schwierig ist, die Normen einzuhalten, wenn von den Zulieferern gleichzeitig günstige Preise verlangt werden. Denn generell sieht das Fairtrade-Konzept vor, den Arbeitern in den Fabriken mehr als die üblichen Löhne zu bezahlen. Allerdings macht sich dieser Zuschlag dann wieder beim Endverbraucher bemerkbar. Für ein „Fairtrade“ T-Shirt, das bspw. im Bioladen gekauft werden kann, bezahlt man in der Regel mindestens 10 Euro, also das Dreifache des Otto-Preises. Link zu: DW- World.de

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