Usbekistan: Menschenrechtsaktivist nach Enthüllungsgeschichte geschlagen

Ein usbekischer Menschenrechtsaktivist berichtet er wurde geschlagen, nachdem er dem Sender BBC geholfen hatte, den Einsatz von Kinderarbeit in der usbekischen Baumwollindustrie aufzudecken. Der Mann namens Bakhtiyar Hamrayev erzählt, er wurde nur wenige Stunden, nachdem der Bericht auf der Website von BBC veröffentlicht und im Radio ausgestrahlt wurde, angegriffen. Der Bericht deckt auf, dass Kinder, die um die 11 Jahre alt sind, aus der Schule genommen werden, um bei der Baumwollernte zu helfen. Und das, obwohl die Regierung sich letztes Jahr dazu verpflichtet hat, die Kinderarbeit zu stoppen, da einige westliche Firmen die Baumwolle aus Usbekistan boykottierten. Bakhtiyar Hamrayev teilte dem BBC mit, dass sich der Angriff in der Stadt Jizzakh, die in einem Baumwoll-Anbaugebiet liegt, ereignete.
Zuvor hatte er dem Sender BBC mitgeteilt, dass 14 und 15-jährige Schulkinder auf die Baumwollfelder zum Arbeiten geschickt werden. In ländlichen Gegenden werden auch schon 11 und 12-jährige aus ihren Klassenzimmern geholt, um auf nahe gelegenen Farmen bei der Ernte zu helfen. Er fügt hinzu, dass viele von ihnen in mangelhaften Arbeiterquartieren untergebracht sind und für ihr Essen zusätzlich bezahlen müssen. Das hat zur Folge, dass die Kinder am Ende der Erntezeit meist verschuldet sind. Der Staat, der die Baumwollindustrie kontolliert zahlt den Kindern vier Cent, je gepflücktes Kilogramm Baumwolle. Für BBC besuchte der Aktivist einige Baumwoll-Anbaugebiete in der Jizzakh Region und fand heraus, dass die Kinder dort erheblichen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt werden. In vielen Fällen würden sie sogar das Wasser aus den Bewässerungskänalen der Felder trinken und sich auch damit waschen. Das Frühstück besteht aus Tee und Brot, genau wie das Mittagessen, während das Abendessen aus minderwertigen Nudeln oder Reissuppe besteht. Fleisch bekommen sie so gut wie gar nicht zu Gesicht. Usbekistan ist einer der größten Baumwollproduzenten der Welt und die Ernte bringt die harte Währung ins Land, die für ein unterentwickeltes Land wie Usbekistan überlebensnotwendig ist. Link zu: News

Ein Gedanke zu „Usbekistan: Menschenrechtsaktivist nach Enthüllungsgeschichte geschlagen“

  1. Kein Wunder! Das gab schon in der Sovjetzeit, nur die Schüler aus der Hauptstadt Taschkent wurden verschönt. In Kolchosen hat man den Kindern ab 5-6 klasse nach ein-zwei Unterrichtsstunden, im besten Fahl nach der Schule an die Baumwollfelder geschickt. Die Kinder konnten die Schule schwänzen, aber nicht die Zwangsarbeit!

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