Pakistan: Die Plage der Kinderarbeit

Auf einer Tagung in Lahore teilte ein Experte von UNICEF mit, dass die Anzahl der Kinder, die in Pakistan arbeiten müssen, etwa bei 3 Millionen liegt. Andere Quellen sprechen sogar von noch mehr Kindern. Doch auch was die Statistiken aussagen, die Tatsache, dass eine erschreckend hohe Anzahl von minderjährigen Kindern arbeiten müssen, um das Überleben ihrer Familien zu sichern, kann nicht von der Hand gewiesen werden. Eine zu große Anzahl von Kindern geht nicht zur Schule und das obwohl Pakistan die UN Konvention zur Einhaltung der Kinderrechte schon unterschrieben hat. Des Weiteren wurde bereits 1991 ein Gesetz verabschiedet, dass die Bedingungen für Kinderarbeit bindend festlegt.
In Wirklichkeit sind Gesetze und rechtliche Einengungen schwer umsetzbar, wenn die sozio-ökonomischen und politischen Bedingungen nicht mitwirken, die Stellung der Kinder zu verbessern. Sozial und kulturell wird Kinderarbeit nicht gemieden, bspw. arbeitet ein überragender Anteil der Mädchen als Dienstmädchen, wobei diese Tatsache generell auf breite Aktzeptanz stößt. Die Regierung und die führenden Staatsmänner sehen Kinderarbeit kaum als das größte Problem an, solange sie einen Nutzen von den Arbeitgebern ziehen, von denen die Kinder ausgebeutet werden. In erster Linie handelt es sich dabei um Grundbesitzer und Unternehmen, die auf billige Arbeitskräfte aus sind. Aus diesem Grund ist es enorm wichtig, dass eine nationale Strategie entwickelt wird, die sich zwei Aufgaben zum Ziel setzt. Zum Einen müssen die Kinder in die Schule geschickt werden und zum Anderen müssen die Eltern finanziell unterstützt werden, damit sie auf ihre Kinder als Arbeitskräfte verzichten können.

Quelle: Artikel auf Dawn.com (nicht mehr verfügbar)

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