British Columbia. Verletzungen von Kindern während der Arbeit steigen

British Columbia. In den letzten fünf Jahren stieg die Zahl der arbeitsbedingten Unfälle bei Kindern zwischen 12 und 14 Jahren um ein zehnfaches. Nicht nur die Verletzungsrate der jüngsten Arbeiter steigt, sondern auch derer zwischen 14 und 15 Jahren. Seit 2004 ist es Kindern erlaubt bis zu 20 Stunden unter der Woche während der Schulzeit zu arbeiten, in den Ferien bis 35 Stunden die Woche. Kinder, die unter 12 Jahre sind, benötigen jedoch eine spezielle Erlaubnis der B.C. Employment Standards Branch. Der Grund warum viele Unternehmen Kinder einstellen ist, dass sie ihnen weniger als Erwachsenen zahlen können. Der Lohn nennt sich dann Trainingslohn und besteht aus 85% des Minimumgehalts. Viele der Kinder arbeiten in der Gastronomie, andere arbeiten in Holz- und Papierwerken, in der Plastikproduktion oder sie verarbeiten Öl und Gas. Die Regierung erlaubte es 2004 jedem Kind ab 12 Jahren zuarbeiten, ausgenommen sind Tätigkeiten in Minen oder das ausschenken von Alkohol. Da Kanada keine Statistiken über arbeitendende Kinder führt, hat „First Call“, eine Organisation von Kindern- und Jugendanwälten, sich die Statistiken der Verletzungen von Kindern während der Arbeit unter die Lupe genommen. Die Zahl der Verletzungen sind von 2005 bis 2008 von 5 auf 42 gestiegen. Diese sind vor allem auf die Arbeit in den Fabriken und in der Landwirtschaft zurück zuführen. Die Regierung von British Columbia ignoriert das von der ILO festgesetzte Mindestalter von 15 Jahren und stimmte der Konvention 138 nicht zu, so wie es andere 153 Länder taten. Link zu globalbc.com

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