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„Made in Europe“ für St. Gallen

Auch Länder wie Deutschland tragen Verantwortung für die sozialen Verhältnisse in anderen Ländern, indem sie die Produktionsketten ihrer Zulieferer überwachen und somit Kinderarbeit ausschließen. In der Schweiz achtet die Stadt St. Gallen daher schon seit 15 Jahren darauf, dass für Bauvorhaben nur europäische Produkte zum Einsatz kommen. Auch Bauaufträge werden entsprechend vergeben, obwohl die Stadt damit Kosten von über 200 Prozent in Kauf nimmt, im Vergleich zu Produkten, die beispielsweise aus Asien stammen. Immerhin lässt sich somit sicherstellen, dass die verwendeten Produkte nicht unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurden. Das größte Problem hierbei ist ein Abkommen mit der WTO, wonach die Diskriminierung einzelner Länder, welche durch die Beschränkung auf europäische Produzenten ausgesprochen wird, verboten ist. St. Gallen handelt mit ihrer Priveligierung „made in Europe“ also illegal.
Martin Gassner von der Akiuco AG betreibt ein kleines Unternehmen mit eigener Produktion in Vietnam, wobei er sehr genau darauf achtet, dass seine Angestellten gute Sozialstandards erhalten. Er ärgert sich über die Praxis der St. Gallener, denn laut Gassner arbeiten in Vietnam keine Kinder in Steinbrüchen, doch trotzdem werden sie mit gesamt Asien gleichgestellt. Doch erst seit kurzem gibt es Labels, die gerechte Arbeitsbedingungen garantieren und Ausbeutung ausschließen. Für Konsumenten ist es somit nicht nur wichtig darauf zu achten woher ihre Steine kommen, sondern darauf, ob die Produkte mit speziellen Labels zertifiziert sind. Link zu „Beobachter“

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