Kinderhandel in Europa

Laut einem neuen Bericht der Fundamental Rights Agency (FRA), verschwinden in Europa alljährlich zahllose Kinder. Da die verschwundenen Kinder leicht in die Hände von kriminellen Organisationen fallen können, wurden die meisten, vermutlich Opfer des Menschenhandels. 2008 verschwand ca. ein Drittel der aus Afrika kommenden Minderjährigen aus dem Einwanderungszentrum der italienischen Insel Lampedusa. Man kann davon ausgehen, dass die meisten dieser Kinder in die Fänge des Kinderhandels geraten sind. Das Verschwinden der Kinder aus dem Einwanderungszentrum oder anderen Notunterkünften ist häufig, mit welchem Ziel ist in der Regel unbekannt. Weil jedoch keine Möglichkeit besteht die Anlagen zu überwachen, bleibt dieses Problem weitgehend ungelöst. Trotz der zahlreichen Fälle von Kinderhandel innerhalb der EU, gibt es noch keine eindeutigen Regeln und auch keine klare Definition von Kinderhandel. Einige Mitgliedsstaaten haben allerdings bereits interne Lösungsansätze gefunden. In nur vier der 27 EU-Mitgliedstaaten gab es zwischen den Jahren 2000 und 2007 Verurteilungen von Kinderhändlern.

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