Finanzkrise erhöht Risiko der Kinderarbeit

Die International Labor Organization (ILO) hat verlauten lassen, dass die Finanzkrise möglicherweise Kinder, insbesondere Mädchen, zur Kinderarbeit zwingt. Dies meldete eine Nachrichtenagentur aus Nigeria am gestrigen Mittwoch. Einem Bericht des Generalsekretärs der ILO, Juan Somavia, zufolge droht die internationale Finanzkrise den Fortschritt bis dato auzuhöhlen. „We have seen some real progress in reducing child labor, however, the policies chosen in the present crisis will be a test of national and global commitment to take this fight forward,“ sagte er. Laut dem Bericht deuten neuste globale Schätzungen, auf über 100 Millionen Mädchen hin, die arbeiten. Viele von ihnen werden den schlimmsten Formen der Kinderarbeit ausgesetzt. In Zeiten der weltweiten Finanzkrise besteht die Gefahr besonders darin, dass in vielen Ländern und Kulturen die Bildung männlicher Familienmitglieder Vorrang hat. Zunehmende Armut zwingt die Familien zu selektieren und Opfer zu bringen. Faktoren, die zur Verschärfung dieser Problematik beitragen, sind auch Kürzungen in den Budgets für Bildung der ärmeren Länder. Aus diesen Gründen sei in Verbindung mit dem 10. Jahrestag der ILO Konvention No. 182, der internationale Tag gegen Kinderarbeit am 10 Juni 2009 den Mädchen gewidmet worden, teilte Somavia mit. Alles in allem betont der Bericht wie wichtig es sei in Bildung zu investieren, um effektiv Armut bekämpfen zu können.

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