Holland: Keine Förderung von Unternehmen, die in Kinderarbeit verwickelt sind

Firmen, die von ausbeuterischer Kinderarbeit profitieren, erhalten nicht weiter Regierungsunterstützung. Diese Entscheidung wurde gestern in einem Brief durch den holländischen Außenminister Maxime Verhagen und den Außenhandelsminister Frank Heemskerk an das Repräsentantenhaus mitgeteilt. Wenn Unternehmen sich um regierungsgestützte Fördermaßnahmen bewerben, um in Länder zu investieren, in denen Kinderarbeit existiert, müssen sie in Zukunft zusichern, dass weder sie selbst noch ihre direkten Zulieferer Kinder ausbeuten. „Dies räumt Holland eine Vorreiterstellung im Auferlegen solcher Bedingungen bei der Unterstützung internationaler Investitionen ein.“, so Verhagen. Die Regierung möchte Unternehmen dazu ermutigen, die Geschäftsmethoden innerhalb ihrer Zulieferkette zu prüfen und spricht sich anerkennend hinsichtlich der zahlreichen schon existierenden firmeninternen Initiativen gegen Kinderarbeit aus. Unternehmen, denen weiterhin Kinderarbeit nachgewiesen werden kann, müssen ihre Fördergelder zurückzahlen und werden mit einer Geldstrafe belangt. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenden Regierungsstrategie mit dem Ziel, Kinderarbeit weltweit abzuschaffen. Auf die Initiative Hollands hin möchte die europäische Kommission die Durchführbarkeit überprüfen, Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit vollends aus dem europäischen Markt auszuschließen. Link zum Artikel (englisch)

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