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Buenos Aires: Prostituierte im Kampf gegen Kinderprostitution

Laut offizieller Quellen der lokalen argentinischen Tageszeitung „Perfil“ hat das Rathaus von Buenos Aires zehn Prostituierte unter Vertrag genommen, welche die Regierung in ihrem Kampf gegen Kinderprostitution unterstützen sollen. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, sich unter Zuhälter zu mischen und die diversen Gebiete der Stadt abzulaufen, in denen das Geschäft mit der käuflichen Liebe floriert. Dabei sollen sie Daten sammeln, welche dann an das zuständige Ministerium für Soziales weitergegeben werden. „Wir nehmen sie unter Vertrag, damit sie in den betroffenen Gebieten zu gewissen Tageszeiten tätig werden. Somit erreichen wir deutlich mehr Orte und mehr Opfer.“ erklärt Miguel Sorbello, Leiter der Direktion für Kinder- und Jugendarbeit. Es handelt sich vorwiegend um Frauen, die in ihrer Jugend selbst einmal, meist aus entfernten Provinzen, nach Buenos Aires verschleppt wurden, um dort der Prostitution nachzugehen. Nun fungieren sie als „Spione“ an Bus- und Zugbahnhöfen oder anderen Stadtgebieten, in denen man die sexuelle Ausbeutung von Kindern entdeckt hat. „Wir können zwar nicht in privaten Wohnungen tätig werden, jedoch hoffen wir so an die Oper heranzukommen und sie unterstützen zu können.“ fügt Sorbello hinzu. Die Initiative findet auch bei der Opposition Anklang. Das Rathaus von Buenos Aires erhält zudem noch Unterstützung durch die Vereinigung Prostituierter Argentiniens (Associación de Mujeres Meretrices de Argentina), die bereits an die 30 Mitglieder in der Landeshauptstadt vorweisen kann.
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