Kindersoldaten in Somalia

Das systematische und vorsätzliche Anwerben von Kindersoldaten stellt weltweit ein Kriegsverbrechen dar. Wie in vielen anderen Krisengebieten auch, treffen somalische Milizen auf willfährige Teenager, die sich an der Ermordung ihrer Familien während der anhaltenden Kriegswirren rächen wollen. Viele dieser Kindersoldaten, die sich von bewaffneten Gruppierungen ködern lassen, haben im Alter von 13 Jahren schon zwei Jahre Training an der Waffe hinter sich. „Ich weiß, es ist kein einfacher Job für ein Kind, aber ich kümmere mich nicht um das, was andere sagen, weil ich entschieden habe, so zu leben und zu sterben.“, so Mohamed Abdulkadir Mursal, 15 Jahre alt. Experten schätzen, dass Tausende Minderjährige in bewaffneten Auseinandersetzungen in Somalia eingesetzt werden, welches seit der Amtsenthebung von Präsident Mohamed Siad Barre im Jahr 1991 keiner zentralen Regierungsautorität mehr unterstellt war. Ein geringes Bildungsniveau, Armut, fehlende soziale Netzwerke und unzureichende Systeme zur Geburtenerfassung vereinfachen die Rekrutierung. UNICEF beobachtet eine wachsende Zahl an Trainingslagern, die einzig auf die Rekrutierung und Ausbildung von Kindersoldaten spezialisiert sind – einige unterwandert von Milizen aus Pakistan, dem Irak oder Afghanistan. Hier wird befürchtet, dass die Kinder Selbstmordattentaten ausgesetzt sein könnten. Beunruhigend auch die häufig anzutreffende Haltung der Kindersoldaten, Gewalt bewusst zu provozieren, um ihren Sold aufzubessern, der vom Ausmaß der kämpferischen Auseinandersetzung abhängt. Link zum Artikel (englisch) – nicht mehr verfügbar

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