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Kinderarbeit in der Hauptstadt einer argentinischen Provinz- Regierung ergreift Maßnahmen

Die Ausbeutung von Kindern ist kein seltenes Phänomen. Auch in den reicheren Schwellenländern ist diese Problematik allgegenwärtig. San Fernando del Valle de Catamarca ist eine Stadt im Nordwesten Argentiniens, deren bedeutendsten ökonomischen Quellen die Agrarindustrie und den Tourismus umfassen. Trotz Aufstieg zum Industrieland im Ranking der EU ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Catamarca, deren Ballungsraum 250,000 Einwohner umfasst, ein Dorn im Auge vieler Menschenrechtler.
Catamarca vollzieht derzeit einen komplexen Wandel. Die entstehende Heterogenität der Gesellschaft fördert im Sinne des Soziologen Auguste Comte das Einbüßen eines gemeinschaftlichen Gewissens. So nimmt Solidarität ab und individualistische Denkweisen nehmen zu, welches kollektive Gegenmaßnahmen erheblich erschwert. Kinderarbeit existiert in Catamarca nach wie vor. Es sind die Ärmsten der Armen, die sich in diesen risikoreichen Situationen befinden. Gemäß des Psychologen José Antonio Herrera erzeugt Kinderarbeit emotionale Beschwerden, da es sowohl die Kindheit raubt, als auch Bildung verwehrt, welches die mentale und geistige Entwicklung eines Menschen gravierend beeinträchtigt. Um so erfreulicher ist es, dass die Regierung Catamarcas nun Gegenmaßnahmen ergriffen hat. Die Co.PR.E.T.I. (comisión provincial de prevención y erradicación progresiva del trabajo infantil, zu deutsch: Kommission zur Prävention und Abschaffung von Kinderarbeit), gehört dem argentinischen Ministerium für Arbeit und nationale Sicherheit (Ministerio de Trabajo y Seguridad Social de la Nación) an. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf Human Development in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Gesundheit und Soziales (Ministerio de Salud y Acción Social de la provincia). Sie nahm laut lic. Stella Marys Loza vor gut einem Jahr ihre Arbeit auf mit dem Ziel einen tieferen Einblick in die Problematik der arbeitenden Straßenkinder zu bekommen. Obgleich Kinderarbeit in gewissem Maße zur Normalität gehört und nur wenige die Gesetze der nationalen Verfassung kennen, ist dies zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Nun bleibt abzuwarten, inwiefern die Ziele der Kommission nun umgesetzt werden können. Link zum Artikel (spanisch)

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