Usbekistan: „Schulfrei“ für die Baumwollernte

In der Provinz Ferenga in Usbekistan haben die Lehrer ihren Schülern eine merkwürdige Hausaufgabe aufgegeben. Jeder Schüler musste aus Papier 200 Trichter basteln, mit Erdreich und Baumwollsamen befüllen und einpflanzen. In Usbekistan ist Baumwolle eines der wichtigsten Exportgüter, deshalb stellte die Regierung dieses Experiment vor. Die Schulen sind hier von September bis Dezember während der Erntezeit geschlossen, somit wird den Kindern für die Baumwollernte frei gegeben. Kinderarbeit ist in Usbekistan verboten, aber für die verstaatlichte Baumindustrie ist es billiger Kinder, anstatt Erwachsenen einzustellen. Karim Bozorboev, ein Menschenrechtler in einer anderen Region Usbekistans, sagte, dass nach seinen Informationen ein Regierungssprecher behauptet habe, dass jeder, der sein Kind nicht auf die Baumwollplantagen schicke, zum Staatsfeind erklärt werde.

Link zum Artikel (englisch)

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