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Grabsteinhändler klagt gegen Norbert Blüm und Xertifix

„Norbert Blüm lässt sich nicht verbieten, zu sagen, was er in Indien mit eigenen Augen gesehen hat“, so Benjamin Pütter, der Geschäftsführer von Xertifix. Der ehemalige Bundesarbeitsminister, der im Vorstand des Freiburger Vereins sitzt, war von einem Merkendorfer Grabsteinhändler verklagt worden, der sich durch Blüms Menschenrechtsaktivitäten bedroht sieht. Xertifix habe mehrere Friedhofsverwaltungen dazu gebracht, nur Grabsteine mit dem vom Verein vergebenen Unbedenklichkeitssiegel zu genehmigen, was sich geschäftsschädigend ausgewirkt habe. Mittlerweile haben sich bundesweit 18 Steinmetzbetriebe zusammengeschlossen, um gegen Xertifix vorzugehen. Pütter vermutet, dass der Verein durch Rechtsstreitigkeiten finanziell in die Enge getrieben werden soll. Erst vor wenigen Wochen wurde vor dem Landgericht Darmstadt die Klage eines Bensheimer Natursteinhändlers gegen Xertifix verhandelt. Dem Verein ist es weiterhin gestattet, Kinderarbeit anzuprangern; Kommunen dürfen jedoch nicht mehr zur Änderung ihrer Friedhofssatzung aufgefordert werden. Xertifix regt bis zum Berufungsbescheid Gemeinden dazu an, bei den Landesregierungen auf eine gesetzliche Regelung zu drängen. Experten zufolge stammen zwischen 30% und 60% aller neu errichteten Grabsteine aus Indien. Aller Bemühungen zum Trotz bleibt Kinderarbeit in indischen Steinbrüchen weiterhin traurige Realität, oft verknüpft mit Schuldknechtschaft, menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen und einer geringen Lebenserwartung. Link zum Artikel

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