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Harvard-Studie prangert Kinderarbeit in Diamantenminen an

Menschenrechtsprogramme der Harvard Universität verweisen in einem Bericht auf die Ausbeutung von Kindern in den Diamantenminen Sierra Leones. Der Abbau sogenannter „Blutdiamanten“, mit denen die Rebellen ihren jahrelangen Bürgerkrieg finanzierten, führte nach Zunahme öffentlicher Kritik zur industriellen Herkunftszertifizierung „konfliktfreier“ Diamanten. Doch das Ende des Bürgerkrieges hat am Leben der Kinder in den Minen nichts verändert. Matthew Wells, Harvardstudent: „ Es zerstört eine ganze Generation.“ Er betont die Gesundheitsgefährdung insbesondere kleiner Kinder durch diese Art ausbeuterischer Arbeit. Der Harvardbericht verfolgt zwei umfassende Anliegen: Zum einen soll die Regierung von Freetown dazu angehalten werden, ihre Bildungsinvestitionen zu erhöhen. Grundschulgebühren würden zwar von der Regierung übernommen, aber es kämen weitere Ausgaben aufgrund von Schuluniformen, Examensgebühren etc. hinzu, die es vielen Familien bisher unmöglich machen, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Zum anderen wird Präsident Ernest Korona dazu aufgefordert, bestehende Bergbauverordnungen zu reformieren. Der Profit, der aus den Diamantenminen geschlagen wird, soll an die Arbeiter zurückfließen, um Ausbeutung entgegenzuwirken. Dies impliziere auch ein Einschreiten der Anti-Korruptionsbehörde von Sierra Leone, um dem willkürlichen Vergeben von Abbaulizenzen durch Regierungsbehörden ein Ende zu setzen. Link zum Artikel




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