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Indien: Studie zur Abschaffung von Kinderarbeit

Im Gegensatz zur in Indien gängigen Meinung, dass die Abschaffung von Kinderarbeit negative wirtschaftliche Auswirkungen haben könnte, zeigt eine aktuelle Studie, dass die Tilgung von Kinderarbeit langfristig einen fünf mal höheren Gewinn einbringen könnte. Die Studie mit dem Titel „Kosten-Nutzen-Analyse zur Abschaffung von Kinderarbeit in Maharashta“ wurde von einer Akademie für Entwicklung durchgeführt und durch die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) sowie durch externe Wirtschaftsberater unterstützt. Eine im Jahr 2001 lancierte Volksbefragung hatte ergeben, dass offiziell allein im indischen Staat Maharashta 0,76 Mio. Kinder arbeiteten. Unerfasst blieb die Anzahl arbeitender Migrantenkinder und der Kinder, die Zwangsarbeit verrichten.
In Indien wollen sich nun Programme zur Abschaffung von Kinderarbeit einerseits auf die Wahrung von Kinderrechten konzentrieren, werden aber zusätzlich durch wirtschaftliche Motivation gestützt. Grundlegende Annahme der Studie ist, dass Kinderarbeit, die per Gesetz verboten ist, innerhalb von drei Jahren abgeschafft werden könne. Es wird davon ausgegangen, dass die Abschaffungskosten, die sich aufgrund von Bildungsangeboten, nichtschulischer Intervention und administrativen Ausgaben ergäben, innerhalb der nächsten zehn Jahre gedeckt werden könnten; Gewinne würden innerhalb der nächsten 40 Jahre erwartet. Der Studie zufolge würde sich der Nutzen einer Eliminierung von Kinderarbeit in einem Anstieg des Einkommens aufgrund von Weiterbildungsmaßnahmen auch im Erwachsenenalter und durch eine stabile Gesundheitsversorgung niederschlagen. Link zum Artikel (englisch)

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