Kinder leiden besonders an Folgen des Gaza-Krieges

Mehr als drei Monate nach dem Ende des israelischen Kampfeinsatzes im palästinensischen Gaza-Streifen ist die Situation dort weiterhin besorgniserregend. Aufgrund fehlender Materialien durch die israelische Blockade geht der Wiederaufbau nur schleppend voran, und speziell die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist unzureichend. "Obwohl der Krieg nun vor 100 Tagen beendet wurde, leiden vor allem die Kinder in Gaza weiterhin, physisch und psychisch", sagt Patricia McPhillips, Sonderrepräsentantin von UNICEF in den besetzten Gebieten Palästinas. 10% der Bevölkerung haben keinen Stromzugang und 9% steht kein Trinkwasser zur Verfügung. Es fehlt an den grundlegendsten Medikamenten, so dass viele Krankheiten und Verletzungen nicht behandelt werden können. Bisher starben fünf Kinder nach Detonationen von Blindgängern, 14 weitere verletzten sich dabei. Fast noch schlimmer sind jedoch die mentalen Folgen des Krieges, welche bei Kindern große Verunsicherung, Stress und Traumata auslösen. Des Weiteren vermehren sich Berichte, nach denen Kinder als Soldaten in militärische palästinensische Gruppen eingezogen und von ihren Familien getrennt werden. "Die Kinder sind die unschuldigen Opfer dieses Konfliktes", so McPhillips. "Für alle daran beteiligten Parteien sollte das Interesse der Kinder an vorderster Stelle stehen."

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