Indien: Kinder finden keinen Platz in lokalem Parteiprogramm Punas

Heute soll ein Treffen zwischen Lokalpolitikern und einem Netzwerk aller Kinderrechtsorganisationen, die sich in der Stadt Puna engagieren, stattfinden – ins Leben gerufen von Action for Rights of Children (ARC). „Was immer Politiker sagen, befindet sich auf einem sehr oberflächlichen Niveau. Niemand hat konkrete Ideen. Wir wollen, dass sich die Kandidaten mit den Themen Kinderarbeit, Migration, Kinderhandel, sexuelle Ausbeutung, der Rehabilitation vertriebener Kinder und der Notwendigkeit, die Infrastruktur in Schulen zu verbessern, auseinandersetzen“, so Nakul Kate, Koordinator des Treffens. Bis zum späten Sonntagabend hat ARC keine Bestätigung oder Zusage der geladenen Politiker erhalten. Die Aktivisten fordern eine Klärung, was die Kandidaten im Falle einer Wahl zu tun gedächten. Manish Shroff, Kinderrechtsaktivist, betont die Notwendigkeit, die Qualität der Schulspeisungen und der Infrastrukturen zu verbessern. Ebenso drängt er auf eine Umsetzung des Rechtes auf Bildung und darauf, das Kinderarbeitsgesetz wieder auf 18 Jahre heraufzusetzen. Geht es nach Arun Bhatia, einen parteilosen Kandidaten, so besteht ein enger Zusammenhang zwischen der mangelnden öffentlichen und politischen Wahrnehmung von Kinderthemen und gesellschaftlich verankerter Korruption. Seine resignierende Aussage: „In einem korrupten Land sind Werte ebenfalls korrupt und Themen wie Kinder oder Geschlechterfragen werden niemals Aufmerksamkeit erlangen“.

Quelle: Artikel von Indian Express (nicht mehr verfügbar)

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