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Großbritannien: Hunderte wegen Sex mit Kindern verwarnt

Statistische Erhebungen aus den Jahren 2004 bis 2007 zeigen, dass 229 Erwachsene eine polizeiliche Verwarnung erhielten, die sexuelle Handlungen an Kindern unter 13 Jahren vorgenommen hatten. Die Statistiken machen deutlich, dass weniger als die Hälfte der Beschuldigten inhaftiert wurde. Konservative Politiker kritisieren nun die lasche gesetzliche Handhabung. Der Tatbestand der „Sexuellen Handlung mit einem Kind“ beinhaltet Straftaten wie Vergewaltigung, Kinderprostitution und die erzwungene Darstellung sexueller Handlungen durch Kinder. Diana Sutton, verantwortlich für öffentliche Angelegenheiten des Kinderschutzvereins NSPCC sagt, dass die Autoritäten eine „starke Botschaft“ an die Täter senden müssten, um diese das Gesetz spüren zu lassen. Ein Sprecher des Justizministeriums meint zu der Thematik:„ Verwarnungen sind nicht angebracht bei ernsthaften Straftaten, aber in manchen Fällen liegt es nicht im öffentlichen Interesse, ein junges Opfer der traumatischen Erfahrung einer Verhandlung auszusetzen.“ Die Verwarnten würden im Sexualstrafregister zwei Jahre lang geführt und bei weiteren Prozessen vorgeladen werden. Außerdem würde ein zukünftiger Arbeitgeber informiert werden, so der Sprecher weiter. Im Jahr 2007 enthüllte die BBC, dass 8000 Sexualstraftäter in England in den vergangenen fünf Jahren lediglich verwarnt worden waren. Link zum Artikel in BBC NEWS vom 3. April 2009 (englisch)

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