Süße Schokolade: Image durch Kinderarbeit bedroht

Schweizer Schokoladenproduzenten werden durch eine Kampagne ermuntert, sicherzustellen, dass die Kakaobohnen, die sie beziehen, aus sozial verträglichen Quellen stammen. Erklärung von Bern (EvB), so heißt die NGO, die sich die Osterzeit zunutze macht, um auf die Bedingungen der Produktion aufmerksam zu machen. Zwar gibt es eine Vereinigung Schweizer Schokoladenhersteller, eine Kooperation von 18 Unternehmen, die sich für faire und ethisch vertretbare Produktion einsetzen: „Wir sind uns als Unternehmer unserer sozialen Verantwortung bewusst […]“, der EvB zufolge sei dennoch die Produktionskette für Konsumenten nicht transparent genug: „Wir wollen die Bevölkerung nicht am Schokoladeessen hindern, aber wir müssen sie auf das Produktionsproblem aufmerksam machen […],“ so Andrea Hüsser, Verbraucherschutzbeauftragte, EvB.
60 % der weltweiten Kakaoproduktion stammt aus Westafrika, ein Großteil der Bohnen wird in Plantagen der Elfenbeinküste geerntet. Es gibt keine genauen Zahlen, Menschenrechtsaktivisten vermuten aber, dass weltweit 250 Millionen Kinder an der Kakaoproduktion beteiligt sein könnten. Dies hat ökonomische Ursachen: Durch das enorme Ansteigen der Kakaopreise in den vergangenen Jahren und die damit einhergehenden Steuererhöhungen verbleiben den Farmern, der EvB zufolge, 35 Cent von jedem eingenommenen Dollar. Kinder sind dann billig zu entlohnende Arbeitskräfte. Einem Schweizer Schokoladenproduzenten ist es bisher gelungen, Kinderarbeit entgegenzuwirken: Chocolats Halbas garantiert in Ghana und Zentralamerika den Farmern eine Abnahme der Bohnen zu Preisen, die die Herstellungskosten überschreiten. Außerdem unterstützt das Unternehmen den Aufbau nachhaltiger Farmen. Quelle: Publiceye.ch

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