Hausbesuche für Menschenhandel und Prostitution in der Dominikanischen Republik

Bisher sind die Behörden in der dominikanischen Republik offenbar nicht in der Lage offensichtlichen Menschenhandel ( Kinderhandel) zu Prostitutionszwecken zu unterbinden. Jugendliche und Mitarbeiterinnen des Zentrums für Frauenunterstützung in Santiagos Stadtteil Cienfuegos berichten von zwei Zuhälter-Frauen die momentan versuchen hübsche, minderjährige Mädchen anzuwerben und als Prostituierte für Bars und Bordells in San Cristobal zu rekrutieren, wofür sie direkt an die Türen der umworbenen Mädchen klopfen. „Sie forderte mich auf mitzukommen, wenn ich arbeiten will. Ich wusste, um was es geht, aber nicht in welche Gefahr ich mich begebe“, erzählt die 16 jährige Mutter, ihr kleines Kind im Arm haltend.
Auch im ärmsten Stadtteil Santiagos, der Deponie El Rafey, brummt das Geschäft mit den Kindern. Die Stiftung „Entwicklung und Wohlergehen von Frauen und Mädchen“ weiß inzwischen ganz genau, dass viele der Mädchen in der Bar „El Bar de Cacalo“ enden, weswegen die Bar bereits einmal, jedoch nur für kurze Zeit, schließen musste. Später bietet das Zentrum für Frauenunterstützung dann die notwendige psychologische Hilfe an. Gegenwärtig sind in etwa 50 Jugendliche, v.a. junge Mädchen, in Behandlung. Die Internationale Arbeits-Organisation bemängelt in dem Zusammenhang trotz des gesetzlichen Verbotes von ausbeuterischer Kinderarbeit in der D.R. die hohe Toleranz der Bevölkerung gegenüber dem Thema, was auch die aktuellen Machenschaften der beiden neuesten Zuhältervorfälle mit erklären kann. Link zum Artikel

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