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Sklaverei in Nigeria

Mindestens eine Million nigerianischer Kinder werden jährlich zum Zwecke der Sklaverei verkauft – so Experten, die Nigeria in die Liste der acht Länder weltweit einreihen, welche Kinderrechte am heftigsten missachten. Professor Sola Ehindero von der Obafemi Awolowo University, einer der führenden Experten auf dem Gebiet des Menschenhandels und ein Berater des NAPTIP (Nationales Amt für das Verbot des Handels mit Personen), gibt an, dass die Situation außer Kontrolle geraten sei und drohe, die nationale Wirtschaft entgleisen zu lassen. In einem Interview warnte er die Bevölkerung: „Die Menschen haben das Ausmaß des Menschenhandels unterschätzt.“ Nicht weniger als fünf Millionen Kinder seien gefährdet, innerhalb oder außerhalb des Landes in Sklaverei zu fallen. Kinderhandel – als eine Form von Menschenhandel – meint „(…) die Anwerbung, Beförderung, Verbringung, Beherbergung oder den Empfang von Personen durch die Androhung oder Anwendung von Gewalt oder anderer Form von Nötigung (…) zum Zweck der Ausbeutung“, wie es in der offiziellen Definition der Vereinten Nationen heißt. Die Ausbeutungsform kann dabei regional bedingt unterschiedliche Ausprägungen haben, z.B. sexuelle Ausbeutung oder das organisierte Betteln auf der Straße. Für organisierte Netzwerke wird Kinderhandel in Nigeria zunehmend zu einem lukrativen Geschäft: Die hohe Profitrate und geringe Risiken gehen Hand in Hand mit der Milde, die bei der Bestrafung als Maßstab angelegt wird.

Quelle: Artikel „Das Land treibt in Sklaverei, sagen Gesetzgeber“ von Union Africaine (nicht mehr verfügbar)

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