Kinderarbeit nimmt überhand im Norden von Namibia

„Andere Kinder seines Alters oder älter besuchen die Schule, während er zurückgelassen wird, um Rinder zu hüten“, sagt Theresia Shekupe, Mutter von drei Kindern, mit Tränen in den Augen. Die 34jährige ist nur eine unter vielen Frauen, deren Kinder im Norden Namibias zu Kinderarbeit gezwungen werden. Angelica Mukarukua, stellvertretende Ministerin für Gleichberechtigung und Kindeswohl, beklagt, dass es keine Bestimmungen über das Verbot von Kinderarbeit in Namibia gäbe. Dem Ministerium seien die Hände gebunden. Vergangenes Jahr hatte es ein Treffen mit dem Arbeitsministerium und anderen Ministerien gegeben, aber die Frage der Kinderarbeit in Namibia wurde bisher nicht behandelt. „Wir warten noch“, so Mukarukua. Einhergehend mit den aktuellen Überschwemmungen im Norden werden immer mehr Minderjährige – vorwiegend Jungen – gezwungen, die Viehherden ihres Heimatortes zu hüten. „ Mein Kind braucht eine Ausbildung, um etwas aus sich zu machen. Jung wie er ist sollte er nicht Vieh hüten, anstatt die Schule zu besuchen“, so Shekupe, die sich Rat suchend an die “Women and Child Protection Unit“ (WCPU) in Oshakti wandte. Quelle: Informante (englisch) vom 18. Februar 2009

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