Angolanische Regierung geht gegen Kinderarbeit vor

Nach Beendigung des Bürgerkrieges in Angola seien weiterhin Familien auf die finanzielle Unterstützung durch ihre Kinder angewiesen, so ein ehemaliger Regierungsbeamter am vergangenen Dienstag. Nach einem Bericht der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2001 arbeiten geschätzte 30 % der angolanischen Kinder zwischen fünf und 14 Jahren. 40% besuchen keine Schule. Experten zufolge hat dieser Bericht immer noch Gültigkeit. „Manche Kinder haben ihre Eltern im Krieg verloren. Andere werden Waisen, weil ihre Eltern von ihrem Geld abhängig sind“, so Angolas Bildungsministerin Ana Paula auf einer Konferenz. „Die Regierung von Angola möchte dies jetzt beenden“, betonte Luis Cevallos, verantwortlich für ein vier Millionen $ umfassendes Projekt gegen Kinderarbeit in Angola. „Wir haben einige extreme Situationen vorgefunden: Kinder, die enormes Gewicht tragen mussten, Kinder die mit Chemikalien oder stundenlang unter der sengenden Sonne arbeiteten. Aber wir fanden keine Kinder, die arbeiteten ohne dafür bezahlt zu werden.“ Er bestätigte, dass die Ermittlungen der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2001 weiterhin zuträfen. Deshalb plant die Regierung von Angola, im Jahr 2009 über ein Drittel eines 42 Milliarden $ umfassenden Budgets in Bildungs- und Gesundheitsprojekte zu investieren. Die Bevölkerung profitiert seit dem Bürgerkrieg kaum vom wirtschaftlichen Aufschwung der an Öl reichen Nation: Zwei Drittel der Angolaner müssen mit weniger als zwei Dollar am Tag auskommen. Angola hat eine der höchsten Kindersterblichkeitsraten der Welt. Zwei von fünf Kindern sterben vor ihrem fünften Geburtstag. Quelle: Reuters UK (englisch)

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