Globalisierung Schuld an Kinderarbeit?

In China können Kinder eine ausgezeichnete Schulbildung genießen. Neben dem Erlernen von Rechnen und Englisch, wird den Schülern auch etwas über das Ausland beigebracht. Wo steht das Brandenburger Tor und wie klingt Beethoven. Doch auf der anderen Seite müssen Millionen von Kindern weltweit schwer arbeiten. Das ist leider in vielen Ländern noch immer alltäglich. UNICEF schätzt, dass jedes siebte Kind zwischen fünf und 14 Jahren arbeiten muss. Von den betroffenen 158 Millionen Kindern, helfen die meisten ihren Eltern in der Landwirtschaft, arbeiten als Straßenverkäufer, Dienstboten oder als Zuarbeiter in kleinen Werkstätten. In den Genuss, die Schule zu besuchen, kommen die meisten niemals. Obwohl doch Bildung die wichtigste Voraussetzung ist, sich aus der Armut befreien zu können. Im Zuge der Globalisierung haben viele westliche Konzerne, vor allem in vielen asiatischen Ländern, ihre Fabriken aufgebaut. Die Arbeitskräfte sind dort billiger, was heißt, dass die Produkte kostengünstiger hergestellt werden können und somit der Profit des Unternehmens steigt. Das lässt den Verdacht zu, dass in solchen Fabriken Kinder schuften müssen. Einen dementsprechenden Beweis lieferte in den 90er Jahren der US-Konzern Nike, der in Indonesien Schuhe von Kindern für einen Hungerlohn fertigen ließ. Link zum ausführlichen Artikel bei der Welt Online
Es ist traurig, dass Unternehmen immer wieder so verantwortungslos handeln. Die Globalisierung als Verantwortlichen für Kinderarbeit zu verdammen, wäre aber nicht gänzlich richtig. Für einige Familien, hat sich die Situation verbessert, da der Vater und/oder die Mutter einen Job in den neu entstandenen Firmen gefunden hat. Folglich können es sich die Familien eher leisten, die Kinder zur Schule zu schicken. Tatsächlich ist die Kinderarbeit in den letzten Jahren zurückgegangen. Beispielsweise hat die internationale Arbeitsorganisation festgestellt, dass von 2002 auf 2006, die Kinderarbeit um 11 % gesunken ist. Vor allem ist die Zahl der ausbeuterischen Kinderarbeit zurückgegangen. Nun bleibt zu hoffen, dass die Tendenz bestehen bleibt und die Zahl der erwerbstätigen Kinder zunehmend schrumpft und stattdessen die Zahl der Kinder, die die Schule besuchen steigt.

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