Jemen lanciert neues Programm im Kampf gegen Kinderarbeit

Ein neues, von den USA mit 3 Mio. US$ finanziertes Projekt, soll die jemenitische Bevölkerung für das Problem der Kinderarbeit sensibilisieren und gleichzeitig die Zahl der beschäftigten Kinder in vier besonders betroffenen Gouvernements des Landes signifikant reduzieren. Das auf drei Jahre angelegte Programm namens Alternatives to Combat Child Labour through Education and Sustainable Services (ACCESS-Plus) startete am 21. Dezember als Kooperation staatlicher und nichtstaatlicher Akteure und setzt auf die Unterstützung vieler gesellschaftlicher Organisationen. Ziel des Programms ist die Reduktion der Zahl der Kinderarbeiter um über 4.000, gleichzeitig sollen 3.000 davon abgehalten werden, in die Kinderarbeit abzurutschen. Die Betroffenen sollen wieder in das Bildungssystem integriert werden. Laut Kunera Moore, Leiterin des Programms, seien die schlimmsten Formen der Kinderarbeit im Jemen der Kinderhandel nach Saudi Arabien, die Ausbeutung von Kindern unter sklavenähnlichen Bedingungen in der Fischerei und in Minen sowie die Ausnutzung als Dogenschmuggler. Es gebe auch Fälle von Kindersoldaten und -prostitution. Es gibt keine genauen Daten über die Verbreitung der Kinderarbeit im Jemen. Eine Regierungsstudie aus dem Jahre 2000 schätzte die Zahl auf 421.000, in Wirklichkeit dürfte sie deutlich höher liegen. Gerade in jüngster Zeit habe sich die Situation auf Grund der wirtschaftlichen Krise deutlich verschlechtert. Link zum englischen Artikel

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