Indische Ministerin will nur noch Produkte ohne Kinderarbeit

Die indische Ministerin für Frauen und Kinderentwicklung, Renuka Chowdhury, will, dass alle Produkte, welche in Indien verkauft werden als frei von Kinderarbeit deklariert werden können. Chowdhury spricht sich für strenge Bestrafungen für die Arbeitgeber von Kindern aus und sagte, die Regierung denke darüber nach, neue Richtlinien gegen die Ausbeutung von Kindern einzubringen. Kinderrechtsaktivisten sind vom Vorschlag der Ministerin nicht begeistert. Ihrer Meinung nach könnten Gesetze immer untergraben werden und der Regierung fehle der politische Wille, diese Regeln auch umzusetzen. Der Kinderrechtsaktivist Kailash Satyarthi argumentiert mit einem Beispiel aus der Teppichindustrie. Eine unabhängige Agentur hatte dort das Zertifikat Rugmark eingeführt, welches erst nach strikten Kontrollen ausgestellt wird. Die Regierung hingegen habe kurz darauf ihr eigenes Zertifikat für Teppiche ohne Kinderarbeit eingeführt, das von den Unternehmen schnell angenommen wurde – nicht zuletzt deshalb, weil die Regierungskontrollen so schwach waren, dass fast jeder ein solches offizielles Siegel bekommen konnte. Kinderarbeit ist in Indien in allen gefährlichen Branchen verboten. Vor zwei Jahren kam auch das Helfen in Restaurants und Imbissen hinzu. Regierungszahlen sprechen von 13 Mio. arbeitenden Kindern in Indien, einige NGOs geben die Zahl aber mit über 60 Mio. an und kritisieren, die Regierung sei nicht kompetent genug in diesem Bereich. Link zum englischen Artikel

Dieser Beitrag wurde unter Internationales abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.