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Libanon: NGO organisiert Abendschulen im Kampf gegen Kinderarbeit

Kinderarbeit ist im Mittleren Osten und in Nordafrika ein weit verbreitetes Phänomen. Auch im Libanon ist es ein ernstes Problem, dort arbeiten schätzungsweise 100.000 Kinder. Die NGO Caritas Libanon hat deshalb ein Abendschulprogramm für solche Kinder ins Leben gerufen, die als gefährdet gelten, die Schule vorzeitig in Richtung Arbeitsmarkt zu verlassen, wo sie in Bereichen Anstellung finden können, die keine besonderen Qualifikationen erfordern. Zu diesen gehören beispielsweise die Arbeit im Haushalt, im Straßenverkauf oder in der Landwirtschaft. Die Gefahr von Kinderarbeit ist im Libanon sehr hoch, vor allem in den Vorstädten der großen Metropolen und in den abgelegenen ländlichen Gegenden. Die Gründe dafür liegen teilweise in Erfahrungen von Gewalt und Missachtung an den Schulen – auch durch Lehrer, vor allem aber im niedrigen sozioökonomischen Status der Familien und im mangelnden Interesse an Bildung. Die NGO will die Familien der Kinder davon überzeugen, dass Bildung wertvoller ist als die unmittelbaren Einkünfte aus Kinderarbeit. Deshalb besuchen Sozialarbeiter die Familien potenzieller Schulabbrecher und versuchen diese davon zu überzeugen, ihr Kind in die Abendschule zu schicken. Diese unterrichtet wochentags für je zwei Stunden in kleinen Gruppen von höchstens zehn Schülern. Momentan werden so 460 Kinder von Caritas Libanon unterrichtet, nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in anderen großen Städten sowie in zwei ländlichen Gebieten. Link zum englischen Artikel

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