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Neue Studie zu Kinderarbeit in Argentinien

Maria Alejandra Silva hat eine neue Studie vorgelegt, die die verschiedenen Formen der Kinderarbeit in der Provinz Corrientes (Argentinien) behandelt. Die Untersuchung, in die Silva hauptsächlich Kinder zwischen 5 und 14 einbezogen hat, basiert auf Daten öffentlicher Einrichtungen der vier großen Zonen der Provinz. Dabei hat sie herausgefunden, dass sich die Kinderarbeit in drei große Bereiche einteilen lässt: städtische Kinderarbeit, Kinderarbeit auf dem Land, sowie Kinderhandel, welcher schwerpunktmäßig in den Grenzgebieten vorkommt. Die Haupttätigkeiten der Kinder im städtischen Umfeld sind z.B. Bauarbeiten, Müllsammeln, die Verarbeitung, sowie der Verkauf von Lebensmitteln, Straßenverkauf, Friedhofsarbeit, Arbeiten im Haushalt, sowie das Bewachen von Autos, Motor- und Fahrrädern. Außerdem sind Kinder auch im Drogensektor oder als Prostituierte tätig. Im ländlichen Raum arbeiten die Kinder häufig auf Tierfarmen, im Gartenbau, auf Plantagen, als Straßenkinder, in Ziegeleien, im Haushalt und auch als Prostituierte. Man vermutet, dass Kinder häufig für illegale Tätigkeiten, wie Drogenverkauf oder Schmuggeln, eingesetzt werden, da bei ihnen die Gefahr ins Gefängnis zu kommen aufgrund ihres jungen Alters geringer als bei Erwachsenen ist. Silva kommt zu dem Schluss, dass auch die sexuelle Ausbeutung von Kindern in der Provinz Corrientes hoch ist. Im Moment gibt es noch kein Programm in der Provinz, welches sich um diese Kinder kümmert. Es existieren zwar einige Initiativen, diese sprechen jedoch nur eine sehr kleine Zielgruppe an. Die meisten Kinder werden dem Zufall überlassen. Ein umfassendes Konzept wurde bisher noch nicht ausgearbeitet. spanischer Artikel in La República de Corrientes

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