Ethik ist bei Luxus-Gütern „out of fashion“

Der ethische Aspekt stehe bei Luxus-Artikeln, wie z. B. Mode oder Schmuck, immer noch hinten an, kritisiert Chandran Nair, Geschäftsführer und Gründer von Global Institute for Tomorrow. Die Liste der Entgleisungen ist lang: Die Verwendung von Konflikt-Diamanten bei Schmuck, der Mangel an sozialer Verantwortung, Umweltbewusstsein usw. Den jüngsten Fehltritt demonstriert das Modemagazin Vogue, welches für eine Werbekampagne mittellose Inder als Models für Luxusartikel einsetzte. Die Models präsentierten Dinge, die sie sich selbst nie leisten können. Artikel in einem Land anpreisen, in dem sich die Mehrheit der Bevölkerung kaum genug Nahrung und Kleidung leisten kann, sei unmoralisch, findet Nair. Er spricht in diesem Zusammenhang auch von fehlendem Verantwortungsbewusstsein, Ignoranz sowie Nachzüglerei in Sachen Ethik und Nachhaltigkeit.
Die wachsenden Märkte schaffen neue Jobs für die Armen, die Menschen könnten selbst entscheiden, was sie tun oder nicht und die Produkte machen das Leben für viele Leute angenehmer, verteidigen die Luxusmarken ihre Position. Außerdem hätten sie den Models doch einen guten Lohn gezahlt. Laut Nair seien das jedoch bloß altmodische, plumpe Argumente und faule Ausreden, die längst nicht mehr zeitgemäß sind. Corporate Responsibility sei eine wichtige Strategie für Unternehmen, die auf lange Sicht erfolgreich sein möchten. Diesbezüglich sollten auch Luxushersteller schnellsten ihre Oberflächlichkeit beiseite legen. Nairs Meinung nach sollten Unternehmen wie Vogue eher ihre Machtstellung dazu nutzen, um gegen unmoralisches Handeln vorzugehen und das Bewusstsein der Menschen zu schärfen. englischer Leitartikel bei Ethical Corporation

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