Südafrika: Projektleiter fordert stärkeres Engagement gegen Kinderarbeit

Der Leiter des Khula Community Development Projects, Petros Majola hat von den südafrikanischen Behörden koordinierte Programme zu Bekämpfung der Kinderprostitution gefordert. Er rief alle Interessengruppen dazu auf, das Problem an der Wurzel zu bekämpfen. Bei Workshops zum Thema, die er in Schulen anbietet, erkannte Majola, wie allgegenwärtig Kinderprostitution ist, da sehr viele Kinder von Fällen aus ihrer direkten Umgebung berichten konnten. So gebe es im Ort Motherwell ein Haus, in dem 13-jährige Mädchen als Sexsklaven gehalten würden. Sie würden häufig an einer nahegelegenen Straße gesehen, wo sie auf Freier warten. Als Hauptursachen für die ausufernde Kinderprostitution nannte Majola Armut und fehlende emotionale Bindung zwischen Eltern und Kindern. Viele Kinder müssten helfen, ihre Familie zu ernähren und fielen dabei unter Duldung der Eltern in die Hände von zwielichtigen Mittelsmännern. Die versprochenen Jobs in der Stadt sind aber meist nur erfunden. Früher oder später werden die allermeisten Mädchen von diesen Vermittlern dann doch auf den Strich geschickt. Gerade auch im Hinblick auf die Fußball WM 2010, zu der viele Gäste ins Land kommen werden, sei es wichtig, das Übel Kinderprostitution zu bekämpfen.

Quelle: Artikel von The Herald Online (nicht mehr verfügbar)

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