Zum Inhalt springen

Uganda: Betteln als Ausweg

Aufgrund von Dürre, Hunger und Unsicherheit flüchten viele Familien aus der nordöstlichen Region Karamoja in Ugandas Hauptstadt Kampala. Die Kinder der Familien landen dort dann meistens auf der Straße, um zu betteln. Manchmal handelt es sich auch um organisierte Bettlerei: Die Kinder werden aus den ländlichen und ärmeren Regionen in die Städte geschickt. Anschließend wird ihnen ein Teil des erbettelten Geldes wieder abgenommen. Auf der Straße warten unzählbare Gefahren wie Krankheiten, schlechte Lebensbedingungen und Missbrauch auf die Kinder. Der Minister for Youth and Children Affaires, J. Kinobe, erläutert, die beste Hilfe diese Gefahren einzudämmen, seien wirksame Gesetze. So schlägt er z. B ein Gesetz vor, das Spendengaben seitens der Passanten verbietet. Damit sollen u. a. die klassischen Pullfaktoren, die Gauner dazu veranlassen Kinder auf die Straße zu schicken, ausgeschaltet werden. Bereits jetzt existieren Auffangcenter, wo Kindern sozialer Orientierungsunterricht angeboten wird. Anschließend wird ihnen eine sogenannte Rückkehrausstattung mitgeben, die z. B. Decken, Kleider oder Seife beinhaltet, um die Kinder wieder in ihre Dörfer zu reintegrieren. Allerdings geraten die Rückkehrer oftmals unmittelbar zurück in die Hände der Banden, die die Kinder ausbeuten und wiederum auf die Straße zwingen. Auch UNICEF plädiert für eine sichere, freiwillige und würdige Heimkehr und Reintegration, als bester Schutz vor den genannten Gefahren der Straßen in Kampala.

Quelle: Artikel von AlertNet.org (nicht mehr verfügbar)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.