Österreich kündigt verstärktes Engagement gegen Frauen- und Kinderhandel an

Anlässlich des EU-Tages gegen Menschenhandel am 18. Oktober stellte Dr. Johann Brieger von der österreichischen „Taskforce Menschenhandel“ fest, dass neben Frauen vor allem auch Kinder von dieser Art des Verbrechens betroffen seien. So konnten 2007 nur in der Hauptstadt Wien etwa 1300 Kinder identifiziert werden, die von Menschenhändlern verschleppt worden waren. Frauenministerin Heidrun Silhavy (SPÖ) kündigte vor allem im Bereich Opferschutz ein verstärktes Engagement an und verwies dabei auf die meist schwere Traumatisierung der Betroffenen. Sie forderte konkret mehr psychologische und medizinische Betreuung, eine humanitäre Aufenthaltserlaubnis, sowie berufliche Ausbildungsmöglichkeiten. Nach Aussage des Außenministeriums sei es schwierig, genaue Opferzahlen zu nennen, da das Verbrechen meist im Verborgenen geschehe und selten Anzeige erstattet werde. Zudem kann in Einzelfällen oft nicht zwischen alleine eingereisten Minderjährigen und Opfern von Kinderhandel unterschieden werden. Österreich kann aber mit Sicherheit wegen seiner zentralen Lage und seinen Grenzen zu osteuropäischen Staaten als Transit- und auch als Zielland von Kinderhandel gelten und ist daher in erheblichem Maße von diesem Problem betroffen. Artikel im Kurier Thema Menschenhandel beim österreichischen Außenministerium

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