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Kinderarbeiter in China ermordet und missbraucht

Shanghai: Am 29. März wurde ein 15jähriger Fabrikarbeiter, von einem Mitarbeiter zu Tode geprügelt. Sein Mörder wurde verhaftet und wartet auf sein Verfahren, die Fabrikbesitzer lehnten jede Verantwortung ab. Im Juni wurde dann die Fabrik zu 5000 Yuan (umgerechnet 543 €) Strafe verurteilt, da sie illegal Kinder beschäftigt hatten. Der Familie wurde bisher eine Entschädigung versagt, da die polizeilichen Ermittlungen noch andauern. Seit September läuft ein Zivilverfahren beim Distriktgericht von Minhang. Shenzen: Am 18. September wurde eine 13jährige Fabrikarbeiterin in Shenzen im Arbeiterwohnheim von ihrem 48jährigen Vorgesetzten vergewaltigt. Das Mädchen musste aufgrund finanzieller Probleme der Familie die Schule abbrechen und nach Arbeit suchen. Die Fabrik wurde nach dem Vorfall geschlossen und der Täter ist seitdem verschollen. Der Vater des Opfers bekam zunächst 10 000 Yuan (umgerechnet 1087 €) Entschädigung, aber als er mehr verlangte, wurde er von der Fabrikleitung bedroht und schikaniert. Diese beiden Fälle zeigen deutlich, welche Schäden Kinderarbeit bei den Kindern und deren Familien anrichtet, wie sich die Fabrikbesitzer aus der Verantwortung stehlen und wie halbherzig die Behörden dagegen vorgehen. Kinderarbeiter in China sind besonders von Verbrechen und Ausbeutung betroffen, da sie sich selbst kaum schützen können. In nahezu allen Fällen kommen die Opfer aus den ländlichen Regionen und die Fabrikbesitzer nutzen die Unwissenheit der Familien über ihre eigenen Rechte aus. Zudem sind die Fabriken, in denen ihre Kinder arbeiten meist weit entfernt von ihrer Heimat und die Eltern sind auf das Geld angewiesen, um ihre Schulden zu bezahlen zu können. Wenn die Eltern Entschädigung von den Fabrikbesitzern verlangen, werden sie entweder ignoriert, angelogen oder bedroht. Artikel auf Englisch

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