Namibia erhält Millionenbetrag vom US-Arbeitsministerium

Für seine Bemühungen im Kampf gegen Kinderarbeit erhält Namibia gemeinsam mit sieben weiteren Staaten einen Betrag von insgesamt 36,3 Mio. US-Dollar. Die Mittel stammen aus einem Fond des US Arbeitsministeriums. Derzeit laufen noch Untersuchungen, mit denen das Ministerium die aktuellen Zahlen zur Kinderarbeit in Namibia ausfindig machen will. Die letzte Erhebung aus dem Jahr 1999 zeigte, dass 16% aller Mädchen und Jungen in Namibia arbeiten mussten, 55% davon waren jünger als 14 Jahre. Abschnitt 3 des namibischen Arbeitsgesetzes aus dem Jahr 2007 verbietet die Anstellung von Kindern unter 14 Jahren. Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren dürfen nur zu solchen Arbeiten herangezogen werden, die für ihre Entwicklung nicht schädlich sind. Zum Beispiel sollen sie weiter eine Schule besuchen können. Dadurch hat der Staat immerhin die rechtlichen Grundvoraussetzungen für die Abschaffung von Kinderarbeit geschaffen. Die jetzt bereitgestellten Mittel werden unter Aufsicht des ILO Programms „Towards the Elimination of Child Labour“ (TECL) verwendet. Grundpfeiler des Programms sind der Kampf gegen Kinderprostitution, Kinderhandel und der Missbrauch von Kindern zur Durchführung von Straftaten. Robert Ewing von der US Botschaft in Südafrika gab bekannt, dass Namibia für die Zuteilung des Geldes keine gesonderten Bedingungen gestellt wurden, was durchaus als Vertrauensbeweis gegenüber der namibischen Staatsführung gewertet werden kann. Namibias Staatssekretärin für Arbeit und Soziales, Ulitala Hiveluah, erklärte indes, dass ihr Ministerium lediglich die Kontaktstelle sei und die Durchführung des Programms an Kirchen, NGOs und andere Ministerien weitergegeben werde. Artikel bei allAfrica.com

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