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Kaum Verbesserung in Sierra Leone in Sicht

Die Bomeh-Halde am Rande von Freetown, der Hauptstadt Sierra Leones ist die größte Müllkippe des Landes. Jeden Tag durchforsten viele hundert Menschen den Müll nach verwertbaren Gegenständen. Vor allem Altmetall ist gefragt, da es sich von allen Abfallprodukten am besten zu Geld machen lässt. Viele der Suchenden sind noch Kinder. Zur Schule gehen können sie nicht, weil das Schulgeld viel zu teuer ist und ihre Familien sie dazu noch als Arbeitskräfte für den täglichen Broterwerb benötigen. Die Arbeit im Müll stellt vor allem für Kinder eine ernste Gesundheitsgefährdung dar. Ohne Schutzkleidung sind sie der ständigen Gefahr einer Infektion durch Exkremente und Ungeziefer ausgesetzt. In Sierra Leone wurden neben der ILO-Konvention 105 auch weitere Gesetze zur Bekämpfung von Kinderarbeit verabschiedet. Offiziell ist Kinderarbeit somit verboten. Zudem kündigte die Vizeministerin für Soziales und Familienangelegenheiten, Jenneh Kandeh, eine Sensibilisierungskampagne für Eltern an, die verhindern soll, dass Kinder zur Arbeit, etwa auf der Müllkippe, gedrängt werden. Trotz dieser Maßnahmen kann aber wegen der schlechten Arbeitsplatzsituation im Land nicht davon ausgegangen werden, dass sich an den jetzigen Zuständen rasch etwas ändern wird. So lange sich die Arbeitssuche für Eltern derart schwierig gestaltet, werden auch deren Kinder kaum aus dem Teufelskreis von fehlender Bildung, Armut und Arbeitszwang ausbrechen können. Link zum Artikel

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