Wal-Mart ruft Zulieferer zum Boykott von Baumwolle aus Usbekistan auf

Um Einfluss auf die usbekische Regierung zu nehmen und diese zum verstärktem Vorgehen gegen Kinderarbeit zu drängen, hat Wal-Mart seine Lieferanten dazu aufgefordert keine Baumwolle aus Usbekistan mehr zu verwenden. Mitte September hat Usbekistan nach massiven Druck von außen beschlossen gegen Kinderarbeit in der Baumwollindustrie vorzugehen, bislang existieren aber bloße Versprechungen. Wal-Mart möchte jetzt jedoch konkrete Ergebnisse sehen. Im Vorfeld hat Wal-Mart sein Handeln in Zusammenarbeit unter anderem mit Handelsorganisationen und Nicht-Regierungsorganisationen abgesprochen. Angaben zur Folge haben sich 90% der Firmen, die Baumwolle einkaufen, zusammengeschlossen. Die aktuelle Situation in Usbekistan stellt sich so dar, dass die erwachsenen Arbeiter meist auf Baumwollfarmen in Kasachstan und Russland arbeiten, da sie dort mehr verdienen. In Usbekistan werden dann Tausende von Kindern zur Arbeit auf den Plantagen gezwungen, um die hohe Nachfrage zu bedienen. Die meisten sind zwischen 11 und 15 Jahre alt, arbeiten sieben Tage die Woche unter teilweise unwürdigen Bedingungen und können somit nicht zur Schule gehen. Auch andere Unternehmen aus den USA sind Anfang des Jahres von Menschenrechtsorganisationen dazu aufgerufen worden entsprechende Maßnahmen zum Boykott von Baumwolle aus Usbekistan bei sich und den Zulieferern zu ergreifen. Link zum Artikel

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