Schokolade und Kinderarbeit

Das Buch der Kanadierin Carol Off über die lange Tradition ausbeuterischer Kinderarbeit auf Kakaoplantagen in Westafrika ist erneut Thema von Diskussionen. Schokolade ist heutzutage ein relative günstiges, für alle Menschen erschwingliches Genussmittel. Vor diesem Hintergrund müssen man sich aber bewusst werden, dass billige Schokolade meist mit Kinderarbeit produziert wird. In den kakaoexportierenden Ländern ist die Arbeit auf den Plantagen häufig die einzige Möglichkeit, wenigstens etwas Geld zu verdienen. Aus finanzieller Not heraus müssen viele Eltern ihre Kinder zum Arbeiten schicken. Dieses machen sich oftmals Menschenhändler zu Nutze. Sie entführen die Kinder von den Feldern und verschleppen sie an die Elfenbeinküste, ein von Bürgerkrieg zerstörtes Land. Der Krieg wird dabei durchaus auch mit Geldern aus dem Kakaoanbau finanziert. Fair Trade Unternehmen haben es schwer sich gegen die Multinationalen-Großkonzerne durch zusetzten. Letztere kontrollieren meist den Markt. Die Zahl der Bauern, die mit den Fair Trade Händler zusammenarbeiten und davon profitieren ist sehr gering. Sie beläuft sich auf etwa 1%. Ein erster Ansatz des Umdenkens auch bei den großen Firmen könnte in der Tätigkeit der Vereinigung australischer Süßwarenhersteller (CMA) gesehen werden. Mit anderen Unternehmen aus der Branche wollen sie gegen Kinderarbeit und Sklaverei in der Kakaoindustrie vorgehen. Dabei soll es zu einer Zusammenarbeit mit Regierungen und NGOs kommen. Angestrebt wird auch ein Zertifizierungssystem für westafrikanische Plantagen. Link zum Artikel

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