Brutaler Diamantenhandel

Das Südwind-Institut für Ökonomie und Ökumene macht mit einer aktuellen Studie erneut auf die unmenschlichen Bedingungen in den Diamantenminen in Sierra Leone sowie der Demokratischen Republik Kongo aufmerksam. Auch bei der Weiterverarbeitung der Diamanten in Indien herrschen unwürdige Arbeitsbedingungen. Die etwa 700.000 Minenarbeiter in der D.R. Kongo und die etwa 120.000 Arbeiter in Sierra Leone verdienen am Tag in der Regel weniger als einen Dollar. Dafür verrichten sie gesundheitsgefährdende Arbeiten, bei denen Unfälle an der Tagesordnung stehen. Auch zahlreichen Kinder werden in den Minen ausgebeutet. Die meisten Diamanten werden in Indien weiterverarbeitet. Zu minimalen Löhnen, ohne Arbeitsschutzgesetzt und unter mitunter gesundheitsschädigenden Bedingungen werden dort die Diamanten für die Käufer aus der Industrie und dem Schmuckgeschäft geschliffen. Auch in Deutschland sitzen Abnehmer. Um eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsumstände für die Betroffenen zu erzielen müssen unbedingt Sozialstandards eingeführt und die Umsetzung kontrolliert werden. Deutsche Unternehmen müssen sich unbedingt dazu verpflichten die Einhaltung von internationalen Abkommen, wie etwa der ILO-Konvention, zu garantieren. Link zum Artikel

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