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Human Rights Watch über die Hauptsponsoren der Olympischen Spiele und deren Haltung zur Frage der Menschenrechte

Im Rahmen der olympischen Spiele in Peking hat Human Rights Watch immer wieder die Einhaltung der Menschenrechte angemahnt und dabei gerade die großen Sponsoren wie Coca Cola, General Electric, McDonald’s und Samsung im Blick gehabt. Aufgedeckt worden sind im Vorfeld unter anderem die Ausbeutung von Arbeitern für den Bau der Wettkampfstädten wie auch die Zwangsvertreibung von zahllosen Chinesen, die ehemals auf den Grundstücken dieser Gebäude gelebt haben. Heute ist ein weiterer Bericht veröffentlich worden, der zeigt, wie wenig die Richtlinien der Corporate Social Responsibility eingehalten werden, die sich die Unternehmen einst selber auferlegt haben. Allerseits wird dabei gesellschaftliche Verantwortung für die Arbeiter in allen Regionen, einen menschenwürdigen Umgang mit diesen und die Verbreitung ethnischer Standards betont. Link zum Artikel
Im Zusammenhang mit Olympia scheit dies vergessen zu sein: Die meisten Unternehmen schreiben die Verantwortung für das Eintreten für die Menschenrechte allein den Menschenrechtsorganisationen oder Politikern zu. In keinster Weise prangern die Sponsoren die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen der Chinesischen Regierung an oder nutzten die öffentliche Aufmerksamkeit, die ihnen zuteil wird. Human Rights Watch war die letzten Monate um steten Kontakt zu den Sponsoren bemüht. Dabei war der einhellige Tenor der Unternehmen, dass es nicht angebracht sei, für Menschenrechte einzutreten. Dies würde nur negative Berichterstattung über das Unternehmen hervorrufen. An erster Stelle steht nun mal, mit der Marke Gewinne zu erzielen. Die chinesische Regierung soll auf keine Fall kritisiert werden. So heißt es in einem Statement: “We won’t pick the relative of an imprisoned Chinese activist. You are asking us to choose someone who would embarrass the Chinese government. This would generate unwanted media coverage on an issue which is not our direct concern.”

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