Spitzelaffäre!

Nestlé spioniert ATTAC aus Sara Meylan, so nannte sich die Angestellte der Sicherheitsfirma Securitas die ein Jahr lang eine Arbeitsgruppe der globalisierungskritischen Organisation Attac ausspionierte. Bei Recherchen des Westschweizer TV kam die Spitzelaffäre nun zu Tage. Nestlé habe der Sicherheitsfirma den Auftrag erteilt, sich in die Arbeitsgruppe einzuschleusen, um Informationen über ein geplantes kritisches Buchprojekt von Attac zu erhalten. Das Buch thematisiert Nestlés Einstellung zu genmanipulierten Produkten und der Privatisierung von Trinkwasser, behandelt aber auch die Produktionsbedingungen bei Nestlé. Der multinationale Konzern fiel bereits mehrmals wegen Missachtung der Menschrechte auf. So wurde das Unternehmen der erzwungenen Kinderarbeit, Kinderhandel und Folterung beschuldigt. Die Vorwürfe beziehen sich besonders auf die Kakao produzierenden Regionen in Afrika. Die eingeschleuste Mitarbeiterin von Securitas beteiligte sich an den Recherche-Treffen der sieben Buch-AutorInnen. Sie hatte Zugang zum Stand der Recherche und den betreffenden Kontakten und Quellen- und gab alle Informationen an Nestlé weiter. Offiziell besteitet der Konzern sein Wissen um die Spionageaffäre, rechtfertigt sich aber gleichzeitig gegenüber den Glocalist Medien: „Nestlé ist verpflichtet, die Sicherheit sowohl ihrer Mitarbeiter als auch ihrer Einrichtungen sicherzustellen. Als Demonstrationen gegen am Genfer See ansässige Unternehmen während des G8 Gipfels in Evian im Jahr 2003 öffentlich angekündigt wurden, ergriff Nestlé angemessene Massnahmen.“ Dumm nur: Die Spionage startete erst nach dem G8 Gipfel! Den Bericht der Glocalist Medien entnehmen Sie bitte hier.

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