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Dominikanische Republik: die Reise eines Jungen aus der Kinderarbeit

Im Alter von 5 Jahren fing Rafaelito auf einer Farm im Südgebiet der Dominikanische Republik an zu arbeiten. Sein Bruder und er arbeiteten mehr als 12 Stunden pro Tag und verdienten nur zwischen 5 und 9 Dollars pro Woche. Als Rafaelito 9 Jahre alt war, zog seine Familie in die Hauptstadt der Provinz. Die neuen Nachbarn und andere Familienangehörige überzeugten den Vater, Rafaelito in die Schule zu schicken. Es war aber nicht so einfach. Da er nie zur Schule gegangen war, konnte Rafaelito weder lesen noch schreiben. Zudem konnte er nicht regelmäßig in die Schule gehen, weil er seinem Vater bei der Arbeit helfen musste. Sein Vater kaufte Waren auf dem Markt und verkaufte sie auf der Straße wieder. Rafaelito mühte sich so 3 Jahre lang ab, bekam schlechte Note und lernte wenig. Als er bereit war, die Schule aufzugeben, kamen Mitglieder des „Action Programme for the Prevention and Eradication of Child Work in Agriculture“ zu ihm. Das lokale Programm wird vom US Department of Labour finanziert und vom „ILO’s Programme on the Elimination of Child Labour (IPEC)“ unterstützt. „Eine Dame von diesem Programm hat mit meinem Vater geredet und hat ihm erklärt, warum meine Brüder und ich studieren statt arbeiten sollten“, erzählt Rafaelito. Sein Vater ließ sich überzeugen. Seine Brüder und er bekamen Nachhilfe und schafften es in die nächste Klasse. Das Problem der Kinderarbeit ist aber nicht nur die Kinder wieder in die Schule zu schicken. Man muss auch schauen, dass sie dort bleiben und nicht wieder zurück in die Arbeit gezwungen werden. Um dies zu vermeiden, bot das Programm Rafaelitos Vater Mikrokredite an, mit der Bedingung, dass seine Kinder in der Schule bleiben müssen. „Mit dem Geld aus dem Mikrokredit kaufte mein Vater ein Motorrad. Damit konnte er ohne unsere Hilfe Produkte auf dem Markt kaufen und sie auf der Straße wieder verkaufen. So haben wir Zeit gehabt zu lernen, Sport zu machen und andere Dinge, die ein Kinderleben ausmachen“, berichtet Rafaelito. Heute ist Rafaelito 18. Er studiert Hotel Management und hat die Hoffnung, einen guten Beruf in der Tourismusbranche zu bekommen. From muddy fields to the classroom: A boy’s journey out of child labour

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