Kinderarbeit in Pakistan steigt nach Erdbeben!

„Ich würde gerne wieder in die Schule gehen, aber das ist nicht möglich!“ Diese Aussage des zehnjährigen Muhsin dürfte auf viele pakistansische Kinder nach Oktober 2005 zutreffen. Als die Erde bebte, verloren 73.000 Menschen ihr Leben, 3,5 Millionen wurden obdachlos. Besonders betroffen von den Auswirkungen waren und sind die Kinder. Viele wurden zu (Halb-) Waisen oder verloren ihr Zuhause und müssen nun ihre Familie beim Aufbau einer neuen Existenz unterstützen. Aus diesem Grund hat Kinderarbeit in den Jahren nach dem Beben rapide zugenommen. Die Zahl der arbeitenden Kinder stieg, in den besonders betroffenen Gebieten rund um Abbotabad, von vormals fünf auf nunmehr fünfzehn Prozent, so die Angaben des Assistenten des Dirketor für Arbeit in Abbotabad, Faiz Ullah. Nach Schätzungen der NGO `Save the Children Sweden` dürften die Zahlen jedoch weit darüber liegen. UNICEF hat nun, in Kooperation mit lokalen Organisationen, Projekte initiiert, welche den Kindern eine Rückkehr in ein `normales` Leben ermöglichen sollen. In der Region um Abbotabad wurden zwei Zentren zum Schutz der Kinder errichtet. Dort sollen ehemalige Kinderarbeiter auf den Schulalltag vorbereitet und im Idealfall später in staatlichen Schulen integriert werden. Erste Erfolge können bereits vermeldet werden: Von 119 Kindern konnte 43 der Schulbesuch ermöglicht werden!

Quelle: Artikel von AlertNet. com (nicht mehr verfügbar)

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