Hohe Lebensmittelpreise führen zu Kinderarbeit – Not in Indien nimmt zu

Die Unicef rechnet mit 1,5 bis 1,8 Millionen mehr unterernährten Kindern in Indien. Grund dafür sei die Verbindung von Armut mit einer Verdoppelung der Lebensmittelpreise, sagte Daniel Toole, Zuständiger der Unicef für die Region Südasien, am Dienstag in Delhi. Besonders betroffen seien Alte, Frauen und Kinder. Das wird Konsequenzen haben. Nach Toole werden sich sowohl die Anzahl als auch die Qualität der täglichen Mahlzeiten verringern. Es wird weniger Fleisch und weniger Öl gegessen werden, was die hauptsächlichen Kalorien- und Proteinlieferanten in der Region sind. Doch nicht nur das: Je mehr Geld für Lebensmittel ausgegeben wird, desto weniger kann in Bildung und Gesundheit der Kinder investiert werden. Schon jetzt beobachtet die Unicef, wie Eltern ihre Töchter aus der Schule nehmen, um sie zum Arbeiten zu schicken. „Kinderarbeit wird zu-, Schulbesuche werden abnehmen. Dies wird eine langzeitliche Auswirkung auf die Kinder und auf die ganze Gesellschaft haben“, so Toole. Bereits jetzt leiden in Indien 48 Prozent der Unter-5-jährigen an den Folgen der Unterernährung, 30 Prozent der Neugeborenen kommen mit Untergewicht auf die Welt. Gleichzeitig wird geschätzt, das in Indien über 60 Millionen Kinder arbeiten. Das Land weist die damit die höchsten Raten in Südasien auf. Bericht der BBC Artikel des Business Standards

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