Melitta tritt der 4C-Initiative bei

Nun ist auch das bekannte deutsche Familienunternehmen Melitta der Common Code for the Coffee Community (4C) beigetreten. Ziel der sogenannten 4C-Initiative ist es, zwischen Kaffee-Konzernen und Nichtregierungsorganisationen zu vermitteln, um sowohl die Produktqualität als auch die sozialen und ökologischen Produktionsbedingungen zu verbessern. Bei der „Common Code for the Coffee Community“ handelt es sich um einen gemeinnützigen Verein, der vor einem Jahr von der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), zivilgesellschaftlichen Organisationen und zahlreichen Kaffeehändlern ins Leben gerufen wurde. Um verbesserte soziale und ökologische Standards sowie eine verbesserte Rohstoffqualität garantieren zu können, legte der Verein bei der Gründung klare Kriterien fest. Danach sind Schutz der ökologischen Vielfalt, mehr Effizienz der Lieferkette, besserer Marktzugang für die Kaffeebauern, kontrollierter Pestizideinsatz, keine Kinderarbeit sowie Trainings- und Fortbildungskurse für die Kaffeeproduzenten unumstößliche Leitlinien des Vereins. Was sich auf dem Papier ganz gut anhört, muss sich in der Praxis aber erst noch beweisen. Denn unabhängige Kontrollen der Produktionsstätten finden nicht statt und sollte ein beteiligtes Unternehmen die Kriterien nicht erfüllen, sieht die Satzung der Initiative keine speziellen Sanktionen vor. Vor diesem Hintergrund bleibt abzuwarten, ob die „Common Code for the Coffee Community“ ihren hohen sozialen und ökologischen Ansprüchen gerecht werden wird. Inzwischen ist die „Common Code for the Coffee Community“ ein erfolgreiches Netzwerk geworden. Rund 3,5 Prozent des weltweiten Kaffeeangebots unterliegen 4C-Kriterien. Große Kaffeekonzerne und -röster wie Tchibo, Nestlé, Sara Lee und Kraft sind dem Verein bereits beigetreten. Bericht von Entwicklungspolitik Online Homepage der 4C-Initiative

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