Neben Bio nun auch Fair?

Eine positive Billanz zieht der gemeinnützige Verein TransFair e.V. Im Geschäftsjahr 2007 wurden demnach etwa 23.000 Tonnen FairTrade-Produkte verkauft. Das entspricht einem Umsatzplus von 30% auf ca. 150 Millionen Euro. Für die Produzenten in den südlichen Ländern bedeutet dieses Plus, Mehreinnahmen in der Höhe von 100 Millionen Euro. Der größte Zuwachs wurde bei Kaffee und Bananen erwirtschaftet. Dabei drängen Fair-Trade-Produkte aus den Nischen kleiner, unscheinbarer Weltläden auf den Markt. So wird gut ein Viertel des Umsatzes im Großverbraucherbereich, etwa in Kantinen und Tagungszentren erzielt. Der Verein führt diese Entwicklung auf Produktneuheiten, eine größere Marktdurchdringung und auf ein geändertes Konsumverhalten zurück. Für den Verbraucher vereinfacht sich die Situation aber nicht -im Gegenteil. Im Zuge des Erfolgs drängen weitere Unternehmen mit einem eigenem Gütesiegel auf den Markt. Darunter befinden sich die bekannte Biomarke RAPUNZEL, die US-amerikanische Nicht-Regierungsorganisation Rainforest Alliance oder die durch eine public-private-partnership ins Leben gerufene 4-C-Initiative, die Common Code for the Coffee Communitiy. Das Problematische dabei: diese Marken operieren nicht einheitlich; jedes Produkt unterliegt den jeweils markeneigenen Kriterien. Welchen Bezug diese Marken zum Fairen Handel haben, ob sie ihr Hautpaugenmerk auf den ökologischen oder auf den sozialen Aspekt legen und welche Mindeststandards sie gewährleisten können- das sind Fragen, auf die der Kunde eine Antwort finden muss. Übrigens: Am Montag, den 28.04.2008, gibt der TransFair e.V. zusammen mit der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) um 11.00 Uhr eine Pressekonferenz zu den Geschäftszahlen. Ort des Geschehens ist das Gebäude der FLO im Bonner Talweg 177, 53129 Bonn. Fairer Handel wächst

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