Bolivien – Zertifikat gegen Kinderarbeit

Das bolivianische Institut für Außenhandel (IBCE) hat eine Norm entworfen, welche Kinderarbeit bei der Zuckerrohrernte und in den Minen verbieten soll. Es sollen in Zukunft Kontrollen durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass Unternehmen keine Minderjährigen beschäftigen. Arbeitgeber, die diese Norm erfüllen, sollen ein Zertifikat erhalten, welches bestätigt, dass ihre Produkte „frei von Kinderarbeit” sind. Nach neuesten Angaben von UNICEF und dem Nationalen Amt für Statistik wird davon ausgegangen, dass zehn Prozent der bolivianischen Kinder ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in den Regionen des Zuckerrohranbaus und des Bergbaus unterworfen sind. Diese Kinder befinden sich im Alter von sieben bis dreizehn Jahren. Als Folge der wirtschaftlichen Schwierigkeiten des südamerikanischen Staates hat ihre Beteiligung an der Zuckerrohrproduktion und an der Arbeit in den Minen in den letzten fünf Jahren zugenommen. Unternehmen, die sich an die Norm halten, sollen davon profitieren, ihre Produkte auf dem Weltmarkt als sozialverträglich zertifiziert anbieten zu können. Die Norm soll in den nächsten Monaten weiter ausgearbeitet werden, sowie festgelegt werden, wie die Einhaltung zu überprüfen ist. Artikel in spanischer Sprache

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