Menschenrechte zum Ausverkauf

Dass Wirtschaftsunternehmen nicht losgelöst von ihrer Umgebung produzieren, sondern einen Einfluss ausüben auf Umwelt und Gesellschaft, in der sie produzieren, dringt zunehmend in das Bewusstsein der Unternehmensleitungen wie auch der Öffentlichkeit. Wie ein jetzt veröffentlichter Bericht von Human Rights Watch (HRW) und dem Center for Human Rights and Global Justice zeigt, geht dieser Einfluss weit über die jeweiligen Unternehmensfelder hinaus und betrifft auch die Menschenrechte. Diese würden oft dem Profitstreben der Unternehmen untergeordnet. Auch und gerade Kinderarbeit ist ein Bereich, in dem Unternehmen bewusst Menschenrechte verletzen, um billiger produzieren zu können und ihre Gewinne zu maximieren. Kinder werden für niedere Arbeit eingesetzt, auch wenn sie das gesetzliche Mindestalter zum Arbeiten noch nicht erreicht haben, und dafür gar nicht oder nur schlecht bezahlt. Der Bericht listet einige belegte Fälle auf, z.B. von Baumwollplantagen in Ägypten, auf denen Kinder per Hand Schädlinge von den Pflanzen absammeln, in praller Sonne, sieben Tage pro Woche, von Sonnenauf- bis -untergang. Die so genannten Corporate Social Responsibility-Programme, mit denen Unternehmen sich auf Standards für Arbeits- und Umweltbedingungen festlegen, hätten daran bislang wenig geändert. Zumindest zeigten die belegten Fälle von Kinderarbeit und anderen Menschenrechtsverletzungen, dass sie nicht ausreichen. Deshalb sei ein gemeinsamer globaler Ansatz nötig, der den umfassenden Schutz von Menschenrechten in den Vordergrund stellt. Der ganze Bericht in englischer Sprache

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