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Bemühungen reichen nicht aus

Kinderarbeiter bei der Kakaoernte

Trotz internationaler Proteste hat sich an der Situation der Kinderarbeiter auf den Kakaoplantagen Westafrikas kaum etwas geändert, schreibt allafrica.com. Auch Bemühungen der jeweiligen Regierungen hätten bisher keine messbaren Verbesserungen gebracht. Immer noch arbeiteten auf den Plantagen etwa 284.000 Kinder, teilweise unter gefährlichen Bedingungen, für Hungerlöhne oder faktisch als Sklaven. Eine lokale NGO vermutet unter den Kindern etwa 12.000 illegal Verschleppte, die mit dem Versprechen auf eine bessere Zukunft von ihren Familien an Händler abgegeben werden. Seit 2001 wurde die Unterzeichnung des Harkin-Engel Protokolls immer wieder verzögert. Es soll die Zahl arbeitender Kinder reduzieren helfen und die Arbeitsbedingungen verbessern. Ab 2005 sollte es garantieren, dass die Hälfte des in Westafrika produzierten Kakaos frei ist von Kinderarbeit. Jetzt hoffen die Beteiligten, dass das Protokoll bis zur neuen Deadline im Juli 2008 unterzeichnet werden wird. Die Fairtrade Organisation kritisiert die Initiative. Die Zertifizierung des Kakaos sei oberflächlich und ändere nichts an dem Gründen für die Ausbeutung der Kinder. Diese seien Armut der Farmer durch die geringen Weltmarktpreise für Kakao. Zudem sei das Projekt unterfinanziert. „Wenn wir ernsthaft etwas ändern wollen, dann müssen wir die Investitionen vervierfachen“, so der Sprecher von Anti-Slavery International, McQuade, „und solange die Schokoladenhersteller nicht bereit sind, höhere Preise für Kakao zu zahlen, wird sich an den Bedingungen nichts ändern.“ Link zum englischsprachigen Artikel auf allafrica.com

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