Zum Valentinstag: Blumenarbeiterinnen appellieren an Verantwortung der Blumenbranche

»Wichtiger als tausende von Blumen«

Es sollten grundsätzlich Fairtrade-Rosen sein

Am 14.Februar ist Valentinstag: Tag der Liebe und Freundschaft. Zugleich Freudentag für die Blumenbranche. Denn Millionen von Rosen, Tulpen, Lilien etc. gehen über die Ladentheke und garantieren Rekordumsätze. Die meisten Schnittblumen kommen aus Ecuador, Kolumbien, Kenia, Simbabwe, Sambia oder Südafrika. An die industrielle Blumenzucht und Arbeitsbedingungen auf den Blumenplantagen denkt kaum jemand. Warum auch? Wer geht davon aus, dass auf Blumenplantagen zum Teil erschreckenden Arbeitsverhältnisse herrschen. In Kolumbien, dem zweitgrößten Blumenlieferant für Europa und größten für Nordamerika, werden auch dieses Jahr zu Valentinstag Proteste laut. Unter dem Motto »Wir sind wichtiger als tausende von Blumen« beklagen Blumenarbeiterinnen aus Kolumbien die Verletzung von Menschenrechten und fordern den Schutz der Rechte der Plantagnarbeiter. Auf Initiative der kolumbianischen Nichtregierungsorganisation CACTUS, die sich für würdige Arbeit und saubere Umwelt engagiert, wird aus diesem Grund zum siebten Mal der Valentinstag zum Tag der Blumenarbeiterinnen und Blumenarbeiter ausgerufen und in einigen Städten sogar auf Valentinstag verzichtet. CACTUS möchte mit dieser Aktion auf die unwürdigen Arbeitsbedingungen sowie die umweltschädliche Nutzung von in Europa bereits lange verbotenen Pflanzenschutzmitteln aufmerksam machen.
Doch ganz auf Blumen verzichten muss man nicht. Es gibt auch Blumen aus fairer Produktion.Blumen mit den Siegel „Flower-Label-Program“(FLP) oder Rosen mit dem „fairfleurs“-Siegel von TransFair garantieren fair gehandelte Blumen mit sozialen und ökologischen Standards. Das heißt faire Löhne, Gewerkschaftsfreiheit, Verbot von illegaler Kinderarbeit, Gesundheitsschutz und Schutz der Umwelt. In Deutschland kann man derzeit in 1.500 von 13.000 Blumenläden FLP-Blumen kaufen; sie sind auch online über Blumendirektversender bestellbar.

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