Mit Damenmode gegen Kinderarbeit und Ausbeutung

Über 40 Jahre stellt die Reichart Blusen GmbH nun schon Damenmode mit dem Schwerpunkt auf hochwertige Oberteilen her. Muster und Schnitt der Kleidungsstücke werden nach wie vor in der Zentrale des Unternehmens in Uffenheim hergestellt, doch zur Senkung der Produktionskosten wurde 1990 die Serienfertigung der Kleidung nach Portugal verlegt. Auch die Meterware muss das Unternehmen inzwischen aus Spanien, Italien oder Frankreich beziehen, da es in Deutschland nicht mehr genug Anbieter gibt. Dennoch bietet der Konzern laut einer Pressemitteilung nun wieder einer eigene kleine Kollektion „Made in Germany“ an. Die Einzelteile der Kollektion werden ausschließlich in Uffenheim produziert und das Material stammt komplett aus Deutschland. Dadurch sind die Kleidungsartikel zwar vergleichsweise etwas teurer als ausländische Produkte, doch werden bei ihrer Herstellung weder Kinder noch Arme ausgebeutet. Eine Kooperation mit Billiganbietern aus dem Osten, zog das Familienunternehmen nach eigenen Angaben, trotz niedrigeren Kosten nie in Betracht. Die Qualität und Menschenrechte kosten beim Kleiderkauf zwar mehr meint die ausgebildete Direktrice Lenz, Tochter des Firmengründers Hans Reichart, doch der Kunde hat die Gewissheit ein Qualitätsprodukt zu erwerben und sichert dabei simultan Arbeitsplätze in Deutschland. Firmenstrategien wie die der Reichart Blusen GmbH ermöglichen den KonsumentInnen heute, durch ihre Kaufentscheidung eine klare Position in der weltweiten Diskussion um ethisch vertretbaren Konsum zu beziehen. Wenn die Ware aus Kinderhänden keine Abnehmer mehr findet, ist ein Ende der Ausbeutung in Sicht.


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